5 unsichtbare Sicherheitsrisiken, die Ihrem Onlineshop Umsatz kosten können

Ihre Website sieht gut aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie sicher ist.

Wenn die meisten Menschen an Website-Sicherheit denken, stellen sie sich offensichtliche Probleme vor, wie eine gehackte Startseite, eine fehlerhafte Bezahlseite oder eine Website, die plötzlich offline geht.

Moderne Cyberbedrohungen funktionieren jedoch selten auf diese Weise.

Viele der heutigen Angriffe sind darauf ausgelegt, unsichtbar zu bleiben. Ihre Website funktioniert weiterhin normal, Kunden surfen weiter und Bestellungen gehen möglicherweise weiterhin ein. Unterdessen könnte bösartiger Code Informationen sammeln, Ihren Bezahlvorgang manipulieren oder still und leise das Vertrauen Ihrer Kunden untergraben, ohne dabei offensichtliche Anzeichen zu hinterlassen.

Laut dem „Cost of a Data Breach Report 2024von IBM beliefen sich die durchschnittlichen weltweiten Kosten einer Datenpanne auf 4,88 Millionen US-Dollar – der höchste bisher verzeichnete Durchschnittswert. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen des Baymard Institute weiterhin, dass das Vertrauen der Kunden während des Bezahlvorgangs eine entscheidende Rolle dabei spielt, ob Käufer ihren Kauf abschließen.

Bei der Sicherheit geht es heute nicht mehr nur darum, Hacker abzuwehren.

Es geht darum, das Vertrauen der Kunden zu schützen.

Werfen wir einen Blick auf fünf unsichtbare Sicherheitsbedrohungen, die jeder Online-Shop-Betreiber kennen sollte

Warum reichen HTTPS und grundlegende Hosting-Sicherheit nicht aus?

Viele Geschäftsinhaber glauben, dass ihre Website sicher ist, sobald sie ein SSL-Zertifikat installiert haben und das Vorhängeschloss-Symbol im Browser sehen.

HTTPS ist eine unverzichtbare Sicherheitsmaßnahme, da es die Daten verschlüsselt, die zwischen Ihren Kunden und Ihrer Website übertragen werden.

Allerdings kann Verschlüsselung allein nicht alles verhindern.

HTTPS kann Folgendes nicht verhindern:

  • Bösartige Skripte von Drittanbietern
  • Gefälschte Checkout-Formulare
  • Clickjacking-Angriffe
  • Unbefugte Browser-Berechtigungen
  • Unbemerkter Diebstahl von Kundendaten
  • Gefährdete Plugins oder Integrationen

Stellen Sie sich HTTPS als Schutz für die Straße vor, auf der Ihre Daten unterwegs sind.

Es hindert niemanden daran, in das Fahrzeug einzusteigen.

Moderne Website-Sicherheit erfordert mehrere zusammenwirkende Schichten

Sichtbare vs. unsichtbare Sicherheitsbedrohungen

Sichtbare Probleme lassen sich leicht erkennen und beheben.

Unsichtbare Bedrohungen sind oft gefährlicher, da sie Kunden wochen- oder sogar monatelang beeinträchtigen können, bevor jemand bemerkt, dass etwas nicht stimmt

1.Versteckte bösartige Skripte

Was ist ein bösartiges Skript?

Ein bösartiges Skript ist nicht autorisierter Code, der innerhalb einer Website ausgeführt wird und Informationen stehlen, Seiten manipulieren, Besucher umleiten oder das Einkaufserlebnis beeinträchtigen kann, ohne dass die Kunden dies bemerken. Technisch gesehen erfolgen diese Angriffe häufig durch das Einschleusen von Skripten durch Dritte oder durch eine Kompromittierung der Software-Lieferkette, bei der ein vertrauenswürdiger externer Dienst unwissentlich bösartigen Code bereitstellt.

Moderne Online-Shops sind auf Analysetools, Marketing-Pixel, Chat-Widgets, Bewertungsplattformen und Dutzende von Integrationen von Drittanbietern angewiesen. Jeder zusätzliche Dienst kann zu einem weiteren potenziellen Angriffspunkt werden, wenn er nicht ordnungsgemäß kontrolliert wird.

Mögliche Folgen sind unter anderem:

  • Gefälschte Checkout-Formulare
  • Weiterleitung von Besuchern
  • Gestohlene Kundendaten
  • Erfasste Anmeldedaten
  • Veränderte Website-Inhalte

Da die Website weiterhin normal erscheint, bemerken Shopbetreiber das Problem oft erst, wenn Kunden verdächtiges Verhalten melden

2. Unbemerkter Diebstahl von Kundendaten

Was ist „Silent Data Theft“?

Stiller Datendiebstahl liegt vor, wenn bösartiger Code heimlich Kunden- oder Unternehmensdaten sammelt und an unbefugte Ziele sendet, ohne das Erscheinungsbild oder das Verhalten der Website zu verändern. Aus technischer Sicht handelt es sich dabei oft um unbefugte ausgehende Anfragen oder die Exfiltration von Daten auf Server außerhalb Ihrer genehmigten Umgebung.

Im Gegensatz zu Ransomware zielen diese Angriffe nicht darauf ab, Ihren Geschäftsbetrieb zu stören.

Sie sind darauf ausgelegt, verborgen zu bleiben.

Zu den häufig ins Visier genommenen Informationen gehören:

  • Kundennamen
  • E-Mail-Adressen
  • Kontodaten
  • Sitzungsinformationen
  • Business Intelligence

Der IBM-Bericht aus dem Jahr 2024 ergab zudem, dass bei 46 % der Datenpannen personenbezogene Kundendaten (PII) betroffen waren, was verdeutlicht, warum der Schutz von Kundendaten so wichtig geworden ist

3.Gefälschte Kaufabwicklung und Identitätsbetrug bei Websites

Was ist Website-Identitätsbetrug?

Website-Identitätsbetrug ist ein Cyberangriff, bei dem Kriminelle gefälschte Versionen seriöser Online-Shops erstellen oder betrügerische Zahlungsformulare einblenden, um Kunden dazu zu verleiten, sensible Daten preiszugeben. Technisch gesehen basieren diese Angriffe in der Regel auf Phishing-Techniken oder unbefugter Seitenmanipulation, die den echten Bezahlvorgang täuschend echt nachahmen.

Für die Kunden sieht alles seriös aus.

Das Logo sieht richtig aus.

Die Produkte kommen einem bekannt vor.

Die Bezahlseite wirkt authentisch.

Erst nach der Zahlung merken sie, dass etwas nicht stimmte.

Für viele Unternehmen ist der größte Verlust nicht die gestohlene Transaktion.

Es ist das Vertrauen, das viel schwerer wiederherzustellen ist.

4.Was ist Clickjacking?

Clickjacking ist ein Cyberangriff, bei dem Angreifer Nutzer dazu verleiten, auf etwas anderes zu klicken als beabsichtigt. Technisch wird dies üblicherweise durch unsichtbare Iframe-Overlays oder manipulierte Elemente der Benutzeroberflächeerreicht, die über legitime Webseiten gelegt werden.

Stellen Sie sich vor, Ihr Kunde sieht eine große Schaltfläche mit der Aufschrift:

Sichern Sie sich Ihren 20-prozentigen Rabatt

Er klickt darauf.

Was er jedoch nicht sieht, ist eine unsichtbare Ebene, die über Ihrer Website liegt.

Anstatt einen Rabatt einzulösen, hat er unwissentlich auf etwas ganz anderes geklickt.

Aus Sicht des Kunden sah alles ganz normal aus.

Genau das macht Clickjacking so heimtückisch

5. Unzulässige Browser-Berechtigungen

Was sind unbefugte Browser-Berechtigungen?

Moderne Websites können Zugriff auf die Kamera, das Mikrofon, den GPS-Standort, Zahlungsfunktionen und andere Browserfunktionen eines Besuchers anfordern. Aus technischer Sicht verwalten Browser diese Anfragen über Berechtigungsrichtlinien, die es Websites ermöglichen, festzulegen, welche Funktionen verfügbar sein sollen und welche nicht.

Während einige Online-Shops diese Berechtigungen tatsächlich benötigen, wecken unerwartete Anfragen sofort Misstrauen.

Zu den gängigen Browser-Berechtigungen gehören:

  • Kamera
  • Mikrofon
  • Standort
  • Zahlungsfunktionen

Stellen Sie sich vor, Sie stöbern in einem Online-Bekleidungsgeschäft und erhalten plötzlich eine Aufforderung, den Zugriff auf die Kamera zu gewähren.

Die meisten Kunden würden zögern.

Manche würden die Seite sofort verlassen.

Datenschutz ist zu einem der wichtigsten Vertrauenssignale im E-Commerce geworden

Warum diese Bedrohungen von Bedeutung sind

Obwohl jede Bedrohung anders funktioniert, führen sie alle zum gleichen Ergebnis.

Ein geschwächtes Kundenvertrauen.

Wenn Käufer einer Website nicht voll und ganz vertrauen, ist es weitaus unwahrscheinlicher, dass sie:

  • ein Konto anlegen
  • Zahlungsdaten speichern
  • einen Kauf abzuschließen
  • in Zukunft wiederzukommen
  • Ihr Unternehmen weiterempfehlen

Website-Sicherheit ist nicht mehr nur eine Aufgabe der IT-Abteilung.

Sie ist Teil des gesamten Kundenerlebnisses.

So reduzieren moderne Online-Shops diese Risiken

Keine einzelne Sicherheitsfunktion kann jede Cyberbedrohung verhindern.

Stattdessen setzen moderne E-Commerce-Unternehmen auf mehrere Sicherheitsschichten, die zusammenwirken.

Zu den bewährten Verfahren gehören:

  • Die Durchsetzung verschlüsselter HTTPS-Verbindungen
  • Nur vertrauenswürdige Skripte zur Ausführung zulassen
  • Einschränkung der Ziele, an die Website-Daten gesendet werden dürfen
  • Verhinderung von Clickjacking-Angriffen
  • Verwaltung der Browser-Berechtigungen
  • Regelmäßige Überprüfung von Integrationen von Drittanbietern
  • Plattformen und Plugins auf dem neuesten Stand halten

Dieser mehrschichtige Ansatz bietet einen deutlich besseren Schutz als das Verlassen auf eine einzelne Sicherheitsmaßnahme.

Wie TYRIOS Security Management Ihnen hilft

Die Verwaltung der Website-Sicherheit sollte weder Fachwissen noch ständige Überwachung erfordern.

TYRIOS Security Management vereint mehrere Schutzmaßnahmen auf Browserebene in einem integrierten Sicherheitsframework. Im Hintergrund nutzt es vertrauenswürdige Skript-Whitelists, Richtlinien für Browserberechtigungen, die Durchsetzung sicherer Verbindungen und kontrollierte Regeln für die Datenkommunikation, um sicherzustellen, dass nur genehmigte Ressourcen ausgeführt werden oder Informationen austauschen können.

Ganz gleich, ob Sie einen einzelnen Online-Shop betreiben oder mehrere Shop-Auftritte verschiedener Marken oder Standorte verwalten – dieselben Schutzmaßnahmen werden einheitlich angewendet, ohne dass für jede Website separate Sicherheitskonfigurationen erforderlich sind.

Das Sicherheitsmanagement unterstützt Unternehmen dabei:

  • unautorisierte Skripte zu blockieren, bevor sie ausgeführt werden
  • nicht genehmigte Datenübertragungen einzuschränken
  • sichere, verschlüsselte Verbindungen durchzusetzen
  • Clickjacking-Angriffe zu verhindern
  • sensible Browser-Berechtigungen zu kontrollieren
  • Reduzieren Sie unnötige Risiken durch moderne browserbasierte Bedrohungen

Anstatt sich auf mehrere Plugins zu verlassen oder einzelne Sicherheitsrichtlinien manuell zu konfigurieren, arbeitet Security Management unauffällig im Hintergrund und trägt so dazu bei, sowohl für Händler als auch für Kunden ein sichereres Erlebnis zu schaffen.

Abschließende Gedanken

Die größten Sicherheitsrisiken sind nicht immer die auffälligsten.

Viele der schädlichsten Bedrohungen agieren unbemerkt und untergraben nach und nach das Vertrauen der Kunden, lange bevor jemand ein Problem bemerkt.

Da das Online-Shopping weiter zunimmt, erwarten Kunden von Unternehmen, dass sie ihre persönlichen Daten genauso sorgfältig schützen wie ihre Produkte und Dienstleistungen.

Das Verständnis dieser unsichtbaren Bedrohungen ist der erste Schritt zum Aufbau eines sichereren Online-Shops.

Wenn Sie nach einer einfacheren Möglichkeit suchen, die Sicherheit Ihrer Website zu stärken, ohne sie unnötig zu verkomplizieren, vereinbaren Sie eine Demo mit dem TYRIOS-Team und entdecken Sie, wie Security Management dazu beiträgt, Ihr Unternehmen, Ihre Kunden und Ihren Ruf zu schützen.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie stets informiert. Wir informieren Sie gerne über Produktneuheiten und Angebote.