Fragestellungen
  • Wie lege ich eine Dienstleistung an?
  • Produkt ohne Versandmaße speichern
  • Service-Artikel für die Steuer richtig einstellen
  • Was ist der Produkttyp Dienstleistung?
  • Reverse-Charge für Services aktivieren

So konfigurieren Sie Beratung, Montage und ReparaturstundenEin Produkt als Dienstleistung kennzeichnen

In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Produkte kennzeichnen, die keine physischen Waren sind. Ob Beratung, Montage oder Reparaturstunden – Dienstleistungen erfordern andere Systemeinstellungen als klassische Versandartikel.

Durch die Umstellung des Produkttyps erreichen Sie zwei wesentliche Vorteile:

  • Automatisierte Umsatzsteuer: Das System erkennt den Verkauf als Dienstleistung und wendet bei Auslandsgeschäften automatisch die korrekten Regeln an (z. B. Reverse-Charge-Verfahren).
  • Übersichtliche Oberfläche: Unnötige Felder wie Versandmaße oder der Artikelzustand werden ausgeblendet, was die Datenpflege beschleunigt.

So konfigurieren Sie Produkte als DienstleistungSchritt-für-Schritt zur korrekten Steuerabrechnung

Dieser Leitfaden bietet eine detaillierte Anleitung zur Konfiguration von dienstleistungsbasierten Produkten und deren steuerlichen Auswirkungen. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Expertise rechtssicher im System hinterlegen und die korrekte Abrechnung für Kunden im In- und Ausland sicherstellen.

  1. Produkttyp in den Stammdaten auf Dienstleistung umstellen

    Öffnen Sie den Produkt-Editor für ein neues oder bestehendes Produkt. Gehen Sie in den Bereich für die Basisdaten (Stammdaten). Wählen Sie im Feld für den Produkttyp die Option „Dienstleistung“ aus. Hinweis: Sobald Sie dies auswählen, werden Felder, die nur für physische Waren relevant sind – wie der Zustand (Neu/Gebraucht) und die Verpackungsmaße –, automatisch ausgeblendet.

  2. Das Produkt speichern

    Klicken Sie auf die Schaltfläche „Speichern“. Das Produkt ist nun im System dauerhaft als Dienstleistung hinterlegt. Dies beeinflusst maßgeblich, wie das Produkt in Aufträgen und Rechnungen behandelt wird.

  3. Rechnungserstellung für EU-Geschäftskunden prüfen

    Wenn Sie dieses Produkt einer Rechnung für einen Geschäftskunden im EU-Ausland (mit hinterlegter USt-IdNr.) hinzufügen, wird die Position automatisch als Dienstleistung erkannt. Das System setzt den rechtlichen Hinweis für das „Reverse-Charge“-Verfahren auf die Rechnung. In der E-Rechnung wird die Position korrekt mit dem Code „AE“ (Reverse Charge) gemeldet.

  4. Dienstleistung im Auftragseditor kontrollieren

    Wenn Sie das Produkt im Auftragseditor zu einer Bestellung hinzufügen, wird dort der Leistungstyp „Dienstleistung“ angezeigt. Sie können diesen Typ bei Bedarf für diesen spezifischen Auftrag noch anpassen. Wenn Sie aus diesem Auftrag eine Rechnung erstellen, wird der Typ „Dienstleistung“ exakt so in die Rechnungsposition übernommen.

  5. Rechnung für Kunden außerhalb der EU prüfen

    Fügen Sie das Produkt einer Rechnung für einen Kunden außerhalb der EU hinzu. Das System fügt automatisch den rechtlichen Hinweis „nicht steuerbar in Deutschland“ für Dienstleistungen hinzu. In der E-Rechnung wird die Position als nicht umsatzsteuerpflichtig (Code O) ausgewiesen.

Ergänzende Informationen zur DienstleistungsverwaltungPro-Tipps und wichtige Hinweise

Dienstleistungen sind in der Regel nicht lagerhaltig. Deaktivieren Sie daher zusätzlich die Option „Bestandsgeführt“ (stockable) in den Produkteinstellungen, um Fehlermeldungen bei der Bestandsprüfung zu vermeiden.

Beachten Sie die steuerliche Klassifizierung: Auch digitale Produkte und Events werden für die Umsatzsteuerberechnung als Dienstleistungen behandelt. Dies stellt sicher, dass bei grenzüberschreitenden Verkäufen die korrekten Regelungen wie das Reverse-Charge-Verfahren angewendet werden.

Wenn Sie den Produkttyp eines bestehenden Artikels ändern (z. B. von „Dienstleistung“ zurück auf „Physisches Produkt“), hat dies keine rückwirkenden Auswirkungen auf bereits erstellte Rechnungen. Bestehende Belege behalten ihren ursprünglichen Status und die zum Zeitpunkt der Erstellung gültige steuerliche Behandlung bei.

Für Massenaktualisierungen Ihres Katalogs können Sie den XML-Import nutzen. Verwenden Sie für die Zuweisung des Typs Dienstleistung das folgende XML-Tag: <productType>service</productType>.

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